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Priester ArtikelMit Priester (gr. presbyteros, Gemeindeältester) werden Personen genannt, die innerhalb einer Religionsgemeinschaft als Mittler zwischen dem Göttlichen und den Menschen stehen. In der Regel nehmen sie die sakralen und kultischen Handlungen vor, z.B. Taufen, Abhalten von Gottesdiensten oder den Vollzug von Opfern.
In allen Religionen gibt es Menschen, die durch besondere Kenntnisse, Fähigkeiten und Vollmachten die Verbindung zwischen dem transzendenten, göttlichen Bereich und der Alltagswelt der Menschen vermitteln und dadurch ordnen, heilend wirken oder Erkenntnisse gewinnen. Aus schamanischen Ursprüngen hat sich in den Hochkulturen in der Regel in dem Umfeld der Tempel ein Priesterstand mit exakt geregelten Rechten und Pflichten entwickelt.
Buch-Tipp: Das Geheimnis des Priesters. Fesselnde Unterhaltung Dieses Buch bietet spannende Unterhaltung und lässt einen bis zu dem Schluss nicht los. Dabei werden zwei Handlungsstränge erzählt - zu dem einen das Leben dreier unterschiedlicher Schwestern in der heutigen Zeit, zu dem anderen die dramatische Geschichte um ein junges Ehepaar in dem 19. Jahrhundert. Beide Geschichten sind fesselnd... Etymologie und Phänomenologie | |
Das deutsche Wort Priester stammt von gr. presbyteros - "Gemeindeältester". Davon abgeleitet sind auch die entsprechenden Wörter aller anderen europäischen Sprachen. In dem Neugriechischen heißt der Priester unverändert "presbyteros".
Religionsphänomenologisch und soziologisch steht der Priesterbegriff jedoch in dem Bedeutungsfeld von gr. "hiereus" und lat. "sacerdos".
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Hohepriester in der Amtstracht
Der jüdische Glaube begann unter nomadischen Bedingungen. Der bildlose Befreier- und Bundesgott JHWH wurde in strengem Gegensatz zu den goldglänzenden, aber toten Gottheiten Ägyptens und Mesopotamiens aufgefasst.
Nach der Bibel begründete Moses das Priestertum das Einen Gottes, das ausschließlich aus Männern besteht. Nach der Einwanderung in dem Land Kanaan und dem Bau des Tempels in Jerusalem festigte sich in Israel das Priestertum (hebr. "kohen"), dem der Tempelgottesdienst, die Opferriten und die Unterscheidung zwischen rein und unrein oblag. Diese Aufgabe war einem Teil der Männer des Volksstammes Levi (der Leviten) zugeteilt. Ihnen wurden bei der Landnahme spezielle Städte zugewiesen. Die Versorgung war durch den Zehnt sichergestellt.
Die Sehnsucht danach, ein priesterloses "Volk von Priestern" zu sein, blieb jedoch wach und fand Ausdruck bei den großen Propheten.
Seit der Zerstörung des letzten Tempelbaus 70 n. Chr. hat das altisraelitische Priestertum kaum noch eine Funktion. Die Unterscheidung zwischen Priestern, anderen Leviten, und sonstigen Gläubigen besteht jedoch fort. Die Priester sprechen in der Synagoge den Segen, sie werden vor den anderen Juden zur öffentlichen Verlesung der Tora aufgerufen, und es gelten für sie bis heute einige abweichende Bestimmungen in dem jüdischen Gesetz; beispielsweise dürfen sie in dem Normalfall keine Witwen, Konvertitinnen, oder geschiedene Frauen heiraten. Die soziologische Priesterrolle lebt in den Rabbinern fort, welche jedoch meist keine Priester in dem Sinne der Abstammung sind.
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Buch-Tipp: Die Druiden. Von der Weisheit der Kelten bin begeistert auf der Suche nach fundiertem, belegbarem Wissen über die Kelten, bin ich hier auf ein wahres Juwel gestossen. Jede Seite ein Genuss!! Wenn jemand nach Kitsch und Esoterikpampe sucht, sollte er sich in einem anderen Bereich umsehen. Es ist schade, dass ein so ausgezeichnetes Werk eine schlechtere Bewertung bekommt, weil jemand Romantik... |
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Das Neue Testament sieht für die Gemeinde Jesu keine besonderen zwischen Mensch und Gott vermittelnde Priesterklasse vor: "Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Mensch: der Mensch Jesus Christus!" (1. Timotheus 2,5) Darum gebraucht das frühe Christentum den Titel des Hohenpriesters, der ja in dem Zusammenhang des alttestamentlichen Tempelkults Mittlerfunktion hatte, ausschließlich in dem Blick auf Jesus Christus (zum Beispiel Hebräer 4,14-5,6). Der Begriff des Priesters in dem kultischen Sinne (kohen, hiereus) wird in dem Neuen Testament für alle an Jesus Christus Gläubigen verwandt (zum Beispiel 1. Petrus 2,9; Offenbarung 1,5). Die in dem Neuen Testament genannten Ämter sind ausschließlich Dienstfunktionen der Gemeinde Jesu.
Durch das Anwachsen der Gemeinden und ihre institutionelle Verfestigung, durch den Ausbau der Liturgie und der Lehre, nicht zuletzt durch die antignostische Auseinandersetzung gewannen die Ämter an Gewicht. In dem zweiten Jahrhundert bildete sich die bis heute verbreitete dreigliedrige hierarchische Struktur heraus: Bischof, Ältester (presbyteros) und Diakon. Der deutsche Begriff des Priesters hat sich zwar etymologisch aus dem griechischen Begriff "presbyteros" entwickelt, wird aber in der katholischen und eingeschränkt auch in der orthodoxen Kirchengemeinschaft in dem "kultisch-mittelnden" Sinne (kohen, hiereus) verstanden. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen katholischem und evangelischem Amtsverständnis.
Buch-Tipp: Die heilige Messe mitfeiern Vieles verstehe ich nun besser Für mich war dieses Buch hilfreich. Einige Vorgänge in der hl. Messe waren für mich unbedeutend. Jetzt sehe ich viele Dinge in einem anderen Licht. |
Orthodoxe, katholische und anglikanische Theologie | |
Im Verständnis der Orthodoxen, Katholischen und anglikanischen Kirchen ist der Priester durch die Weihe, die ein eigenes Sakrament darstellt, aus dem Volk der Gläubigen ("Laien") ausgesondert und ihm gegenübergestellt. In den orthodoxen und römisch-katholischen Kirchen sind die priesterlichen Ämter auf Männer beschränkt, manche altkatholische Kirchen und manche Kirchen der anglikanischen Kommunion kennen die Frauenordination. In der Nachfolge der Apostel ist seine Aufgabe die Verkündigung des Evangeliums und die Spendung der Sakramente, insbesondere die Leitung der Eucharistiefeier. Der Priester handelt dabei "in persona Christi". Die katholische Tradition verbindet mit dieser Sicht seit dem 11. Jahrhundert den Zölibat, der in den Ostkirchen ca. für Bischöfe gilt. Die Bischöfe der katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen sehen sich in der ungebrochenen Sukzession der Apostel, die durch Handauflegen weitergegeben wird.
Die Mehrzahl der Priester steht einer Pfarrei als Pfarrer vor. Priester können jedoch auch mit anderen Aufgaben betraut sein, z.B. in einem Orden, an kirchlichen Zentren (Wallfahrtsorte, etc.), am Ordinariat, usw.
Seit dem 2. Vatikanischen Konzil wird das allgemeine Priestertum aller Getauften und Gefirmten deutlicher herausgestellt. Dieses verwirklicht sich nach katholischer Auffassung jedoch nicht in nivellierender Gleichheit, sondern in dem organischen Zusammenwirken der kirchlichen Glieder und Berufungen (s. Hierarchie).
In Gottesdiensten trägt der Priester meist besondere Kleidungsstücke, wie z.B. Messgewand, Albe, Stola, Zingulum, früher auch Birett (s. Liturgische Gewänder). Die Sutane war früher die übliche Alltagskleidung der katholischen Priester; heute können Priester weitgehend zivile Kleidung tragen, sollen dabei aber als Priester erkennbar sein.
Buch-Tipp: Die zwölf göttlichen Strahlen und die Priester aus Atlantis Ein Buch, das mich sehr geprägt hat Ich kann dieses Buch ca. jedem ans Herz legen. Nach dem Lesen des Buches wird klar, dass man einiges ändern sollte,man aber auch nicht alleine ist mit seinen Problemen. Alleine die Strahlenlehre kann schon helfen, einige Probleme leichter anzugehen. Sehr empfehlenswert. . |
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Die evangelische Theologie lehnt unter Berufung auf die Ekklesiologie des Neuen Testaments ein besonderes Priestertum in der Kirche grundsätzlich ab. Alle Getauften haben gleichen Anteil am Priestertum Christi. Das Wort Priester wird, anders als beispielsweise in Skandinavien, in den deutschen evangelischen Kirchen und Freikirchen nicht benutzt.
Die öffentliche Evangeliumsverkündigung und die Spendung der Sakramente soll jedoch ca. von ordentlich dazu Berufenen ("rite vocati") ausgeübt werden. Die Ordination der Pfarrer bzw. Pastoren gilt als Beauftragung und Segenshandlung, nicht als Sakrament.
Buch-Tipp: Er war ein Mann Gottes. Von einem katholischen Geistlichen mißbraucht (Erfahrungen) so viel Scheinheiligkeit als ich dieses Buch gelesen habe konnte ich gar nicht mehr aufhören. ich habe mit diesem Mädchen mitgefühlt. und auch ich konnte nicht begreifen was er ihr da antat. sie hat ihn ja erst als retter beschrieben. und am anfang konnte auch ich ihn nicht durchschauen und musste mich Stück für sück von diesem netten Bild... |
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Der Gegensatz in der Sicht der kirchlichen Ämter und in der Frage ihrer Legitimität ist heute das größte Hindernis der kirchlichen Einheit. In dem Verständnis des priesterlichen Dienstes gibt es jedoch auch Konvergenzen, die die alten Einseitigkeiten überwinden.
Buch-Tipp: Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland Unterschätzter Sprengsatz Wer sich wundert, wieso die Kirchen bei so viel Staatsknete und Kirchensteuern dennoch Stellen abbaut und so tut, als wären sie arm wie die berüchtigten Kirchenmäuse, der sollte dieses Buch lesen. Danach wird er sich nicht ca. wundern, sondern auch ärgern. Wußten Sie, dass für jeden Euro,... |
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